The same procedure as every year?

Sehr viele Boulerinnen und Bouler treffen sich meistens auf dem gleichen Platz. Da stellen sich dann doch häufiger auch sehr ähnliche Spielabläufe ein. Der Mensch ist eben doch ein Gewohnheitstier. Dabei könnte man es doch ruhig mal etwas anders machen und das Spiel abwechslungsreich gestalten. Insbesondere die unendlich vielen Möglichkeiten im Boule machen auch den Reiz des Spiels aus. Diese vielen Möglichkeiten machen das Boulespiel lebenslang zur Freude. Das setzt aber natürlich auch voraus, dass diese Möglichkeiten auch genutzt werden.

Das fängt beim Sauwurf an. Wenn viel Fläche vorhanden ist und dazu ggf. der Boden auch noch relativ hart ist, wird sehr gerne „lang“ gespielt. Das hat aber auch zur Folge, dass ungern geschossen wird, was aber ein ungemein wichtiger Spielzug für spannende Spiele wäre. Also ruhig mal „kürzer“ spielen, und dann auch offensiver.

Auch bei bestehenden Spielbahnen bürgert es sich oft ein, immer in der Mitte und parallel zu den Außenseiten zu spielen. Die Spielbahnen sind dann schon tief ausgespielt, wie die Fahrspuren auf alten Römerstraßen. Was spricht dagegen, mal schräg, also die Zielkugel rechts oder links an die Seitenlinie zu legen? Es eröffnen sich zusätzliche Spieloptionen, die Sau kann auch mal ins Seitenaus geschossen oder gezogen werden, der Lauf der Kugeln wird durch die eingespielten Bahnen beeinflusst, also muss man seine Kugeln sehr viel überlegter legen, alles Dinge, die das Spiel interessanter machen.

Warum trifft man sich denn nicht mal auf einen anderen Platz? Neben der Chance, andere Boulespieler und -spielerinnen zu treffen, bieten sich dann neue Spielvariationen. Plötzlich ist der Boden nicht mehr ganz so hart und der Bogenwurf funktioniert viel besser. Auf unbekanntem Terrain, kann man dann ausprobieren, was auf dem eigenen Platz nicht gut funktioniert. Die eigene Gruppe kennt man ja schon recht gut, aber bei fremden Spielenden kann man sich möglicherweise noch das eine oder andere abschauen. Und ist man wieder zurück auf dem eigenen Gelände probiert man plötzlich was aus, was man früher nie gemacht hätte.

Ist mehr als eine Spielgruppe auf einem Platz, sind auch bereits viele Variationsmöglichkeiten durch unterschiedliche Charaktere prinzipiell vorhanden. Auch das muss aber explizit genutzt werden. Regelmäßiges Durchmischen der Spielgruppen wäre hier eine sinnvolle Lösung. Und wenn mehrere Runden gespielt werden, dann ist eine Neuauslosung der Gruppen vor jeder Runde Garant für Abwechslung. Lieber eine Revanche weniger spielen und dafür die Herausforderung eines neu zusammengestellten Teams nutzen.

Probiert es einfach mal aus, und bringt Abwechslung ins eigene Spiel.

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